Es gibt diese Aktion jetzt jeden Tag für die Leute zu klatschen, die im Gesundheitssystem tätig sind. Ich halte das zu großen Teilen für eine Maßnahme, die nur dazu führt, dass man sich als Person auf dem Balkon besser fühlt. Das ist auch OK so.

Versteht mich nicht falsch. Dankbarkeit ist unglaublich wichtig und Solidarität ist eine gute Sache und mir liegt es fern ein Urteil über die Personen zu fällen, die sich dafür entscheiden, aber in der jetzigen Situation gibt es andere Dinge die viel effektiver sind, um die Leute im Gesundheitssystem zu supporten und für die man nicht viel mehr tun muss, als kurz nachdenken.

Diese Leute laufen jetzt schon seit Tagen in einem Modus, der schnell dazu führt, dass die Belastunsgrenze erreicht ist und das Beste, was man machen kann, ist, sich in die Person hineinzuversetzen.

Ich benötige täglich Medikamente und sitze in Selbstquarantäne. Für mich waren die nächsten Schritte klar:

– Meine gute Freundin, die das Rezept vom Arzt holt, fragen, wie sie mit richtigem Namen heißt, damit bei meinem Hausarzt möglich wenig ungeklärt ist.

– Die Sprechstundenhilfe nochmal fragen, ob ich dieses Quartal schon da war, um zu schauen, ob eine Krankenkassenkarte benötigt wird.

Das sind zwei kleine Schritte, die nicht viel Vorraussicht erfordern und die Sprechstundenhilfe hat sich dann während des Gespräches bei mir bedankt, dass ich mitdenke. Ich habe geantwortet, dass es in der jetzigen Situation für mich eine Selbstverständlichkeit darstellt.

Da die Freundin, die das Rezept abholt auch für mich einkauft, habe ich noch eine Packung Schokolade zur Liste der benötigten Dinge addiert und die bekommt morgen die Sprechstundenhilfe.

Das ist nicht viel, aber es ist das Beste was ich tun kann.

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